Häfen

von der Römischen Kaiserzeit bis zum Mittelalter

Der Rhein als europäische Verkehrsachse

Das Arbeitsgebiet des Verbundprojektes
Amphoren aus dem römischen Hafen in Köln, in denen Waren transportiert worden sind
Der Drachenfels bei Königswinter auf dem Gestein abgebaut wurde und an dessen Fuß ein römischer Hafen vermutet wird

Der Rhein als großer Mitteleuropa durchfließender Strom besaß schon in vorgeschichtlicher Zeit als Wasserstraße Bedeutung, die mit der Ankunft der Römer noch einmal beachtlich anwachsen sollte. Zur Erschließung der germanischen Provinzen, wozu der Bau und die Unterhaltung von militärischen und zivilen Anlagen gehörte, bedurfte es vieler Rohstoffe und Waren, deren Transport in erster Linie über den Wasserweg erfolgte. Die neuen Ansiedlungen am Rhein besaßen deshalb Häfen, Verlade- und Anlegestellen, die zwar oft bekannt, aber selten gut erforscht sind. Das gleiche gilt für die Transportgüter, für deren Herkunft, Aufkommen und Transfer es bislang noch keine systematische Erfassung gibt. Nun haben sich mehrere Einrichtungen und Institutionen zu einem Verbundprojekt zusammengeschlossen, um diese Forschungslücke zu füllen. In einer ersten Projektphase werden intensiv Fundstellen prospektiert und die Transportwege einzelner aussagekräftiger Warengruppen, wie Keramik oder Stein, rekonstruiert. In einer zweiten Projektphase sollen die Ergebnisse zusammengeführt werden, um die regionalen und überregionalen Distributionssysteme, auch in Hinblick auf die Herausbildung späterer mittelalterlicher Märkte, zu verstehen.

Folgende Einrichtungen und Institutionen sind am Verbundprojekt beteiligt:

  • Universität Bonn
  • Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz/Landesarchäologie
  • LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland
  • Museum Burg Linn in Krefeld
  • Römisch-Germanisches Museum der Stadt Köln und 
  • das LVR-LandesMuseum Bonn.


Am 15. November 2013 veranstaltete das Verbundprojekt ein erstes Arbeitstreffen zu dem Thema

"Märkte, Rohstoff- und Warentransporte im Kontext rheinischer Flusshäfen des 1. Jahrtausends n. Chr."

im Ägyptischen Museum in Bonn. Unter diesem Titel erschien der Sammelband als Band 16 der »Bonner Beiträge zur Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie«.


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