Häfen

von der Römischen Kaiserzeit bis zum Mittelalter

Kick-off Meeting in Reykjavík und Feldbegehung auf den Salzwiesen von Leiruvogur

Feldbegehung auf den Salzwiesen am Ästuar der Flüsse Varmá und Kaldakvísl
Luftbild der Salzwiesen am Südufer der Bucht
Vorbereitung zur Bodenprobenentnahme an einer Erosionskante
Dokumentation der Bodenproben durch Ralf Schneider

Mit der Projektbewilligung im Rahmen des Schwerpunktprogramms 1630 „Häfen von der Römischen Kaiserzeit bis zum Mittelalter. Zur Archäologie und Geschichte regionaler und überregionaler Verkehrssysteme“ durch die DFG am 27. Juni 2012 wurden die Arbeiten innerhalb des Projektes „The Leiruvogur Harbor Research Project: Interdisciplinary Archaeological Examination of a Viking Harbor and its Hinterland in Iceland“ eingeleitet.

Bereits vom 13.–18. August 2012 fand auf Island ein Kick-off Meeting mit anschließender Feldbegehung statt, zu dem die Projektpartner aus der Angewandten Geophysik sowie der Forschungsgruppe Paläoozeanographie und -klima am Institut für Geowissenschaften der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel geladen waren.

Ziel des Projekttreffens war, den beteiligten Projektpartnern eine erste Einführung in die Archäologie Islands und zu den Ergebnissen des Mosfell Archaeological Project zu geben. Um die in Leiruvogur zu erwartenden Baubefunde besser einordnen zu können, wurden sowohl Ausgrabungen im Stadtzentrum von Reykjavík besichtigt als auch das Museum Reykjavík 871±2 mit einem in situ konservierten Langhaus mit Torfaußenwänden und das Freilichtmuseum Árbæjarsafn mit translozierten rezenten Torfhütten besucht. Bei den anschließenden Feldbegehungen, die auch eine Besichtigung des Mosfelltals mit dem Langhaus Hrísbru und der sekundären Farm bei Skeggjastadir mit einbezog, wurde die Bucht von Leiruvogur mehrmals bei verschiedenen Gezeitenständen begangen. Die Arbeitshypothese einer verlandeten Bucht mit einer Ansammlung von Torfbuden entlang des Ufersaumes wurde von den externen Projektpartnern unterstützt und soll weiter verfolgt werden. Für die Klärung der Genese und Datierung der Sedimentierung konnten bereits Bodenproben entnommen werden. In Hinblick auf vorhandenen Bathymetrien der Bucht und Informationen über isostatische Ausgleichsbewegungen fand zudem ein erstes Arbeitstreffen mit der isländischen Küstenwache statt.

Für die Prospektion des Geländes ist für den Sommer 2013 eine fieldschool mit Kieler Studenten geplant, in deren Rahmen verschiedene geophysikalische Messverfahren erprobt werden sollen. Parallel dazu sollen erste Suchgrabungen durchgeführt werden. Noch vor Beginn der Feldsaison 2013 wird eine Kartierung der ortsfremden Boddenbinse auf den Salzwiesen erfolgen, um deren Aussagewert als Indikator für den Landeplatz zu überprüfen und dessen nähere Lage möglicherweise weiter eingrenzen zu können.

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